Lieber Inselfreund,


während hier die Tage kürzer, dunkler und kälter werden und wir uns langsam auf die besinnliche Zeit vorbereiten, steht die paradiesische Insel La Réunion in voller Blüte. Aber auch dort bereitet man sich vor: Auf zahlreiche bunte Feste rund um Neujahr und Weihnachten, Sportevents und traditionelle Anlässe. All dies möchten wir Ihnen nun in Wort und Bild näherbringen. Vielleicht verbringen auch Sie Ihr nächstes Weihnachtsfest in der schönen, exotischen Natur im Indischen Ozean. Und bis dahin viel Freude beim Lesen und Genießen.

Ihre Insel La Réunion

P.S.: Das Paradies birgt noch mehr Geheimnisse. Eine kleine Entdeckungsreise wartet auf  www.insel-la-reunion.com.

 

 

5 Gründe für einen Urlaub auf der Insel La Réunion

 

Eigentlich ein Frevel, nur 5 Gründe für einen Besuch des Paradieses zu nennen. Dennoch: Die Redaktion hat die Heimreisenden gefragt.
Und diese 5 Sätze sind uns am besten im Gedächtnis geblieben. Und natürlich haben wir auch gut für Sie erörtert, wie diese Zitate zustanden kommen.

„Ein herzlicher Empfang“
Die Begrüßung auf der Insel La Réunion fällt herzlich aus, denn die Réunionnais sind für ihre offene und zuvorkommende Art bekannt. Wenn man in das Inselleben eintaucht, lernt man den Stolz der Réunionnais kennen, auf einer der schönsten Inseln der Welt zu leben, genauso wie ihre Freude am Feiern!

„300 Sonnentage im Jahr“
Die Insel La Réunion erfüllt Urlaubsträume wie im Bilderbuch: lange weiße Sandstrände
mit vorgelagertem Korallenriff, kristallklares Wasser mit angenehmen Temperaturen von
durchschnittlich 26 ⁰C und eine bunte Unterwasserwelt!

„Abenteuer pur!“
Die Insel La Réunion weist für zahlreiche sportliche Aktivitäten ideale Bedingungen auf:
Das Angebot reicht von Sportarten wie Canyoning, Klettern und Paragliding für Abenteuerlustige bis hin zu Aktivitäten wie Schnorcheln, Wanderungen oder Ausflüge mit dem Glasbodenboot für die
ganze Familie.

„Ein Juwel der Natur“
Auf der Insel La Réunion reihen sich die schönsten Naturlandschaften aneinander: von den mondähnlichen Vulkanlandschaften des Piton de la Fournaise, den Talkesseln im Inselinneren bis hin zu den kristallklaren Lagunen, den weißen sowie schwarzen Sandstränden und den höchsten Gipfeln im Indischen Ozean. 42 % der Inselfläche wurden 2010 von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt.

„Ein Melting-Pot der Kulturen“
Der Name „Réunion“ (Zusammentreffen) ist heute durch die bunte Mischung an Menschen und Kulturen treffender denn je! Mit seinen Ursprüngen in Afrika, Madagaskar, Asien und Europa scheint das réunionesische Volk eine Ausnahme in der heutigen Welt zu sein, in der Unterschiede immer häufiger der Grund für Auseinandersetzungen sind. Aus den unterschiedlichen Kulturen resultiert eine Vielfalt, die sich nicht nur in der Gastronomie sondern auch in der Architektur und der Musik ausdrückt.

 

 

Die Diagonale der Verrückten

Die Insel La Réunion lockt jedes Jahr die verschiedensten Aktivurlauber und Outdoorsportler an.
Zwei Events haben es aber besonders den Extremsportlern angetan, weswegen sie in Scharen anreisen, um ihre Kräfte zu messen. Eines davon: Die Diagonale der Verrückten, wie der Ultra-Cross-Lauf Grand Raid gerne genannt wird.

170 Kilometer, 10.000 Höhenmeter, zu Fuß. Das ist keine Herausforderung, das ist eine Kampfansage. Und das sogar für jährlich 2000 Teilnehmer, die aus In- und Ausland im Oktober nach La Réunion reisen, um den Lauf quer über die Insel mitzumachen. Frei nach dem Motto „Schweiß ist, wenn die Muskeln weinen“ treibt es die Hochleistungssportler über Berge und durch Täler. Eine Herausforderung jagt dabei die nächste, sodass daraus der härteste Berglauf der Welt wird.

Los geht es am frühen Morgen im Süden am Cap Méchant bei Saint-Phillippe. Quer über die Insel Richtung Norden ins Ziel, der Inselhauptstadt Saint-Denis, schaffen es am Ende circa zwei Drittel der Teilnehmer. Dazwischen bewältigen die Läufer in 62 Stunden, 5 Berggipfel, welche alle an die 2000 Meter hoch sind. Ein Teil der Strecke führt durch Lavawüsten, die dem Boden auf dem Mond ähneln. Unter der grellen Sonne bewältigen sie die Unebenheiten der beeindruckenden Landschaft. Ganz La Réunion ist am Spektakel beteiligt und bringt als Streckenposten, freiwilliger Helfer bei den Versorgungsstellen oder als Zuschauer  den kreolischen Charme ins Spiel.

Wer seine Passion nicht im Laufen, sondern auf zwei Rädern entdeckt hat, fiebert schon gebannt dem Highlight der Bikesaison entgegen: Das legendäre Mégavalanche-Rennen, das Ende November in Saint-Paul auf La Réunion stattfindet. Während  andere Bikefans zu dieser Jahreszeit schon in den Winterschlaf gehen, stürzen sich die Downhiller und Enduro Biker des Mégavalanche mit 100 anderen Konkurrenten die 20 km lange Strecke hinab.

Nervenkitzel und Fahrtwind um die Nase, das steht hier auf dem Programm, wenn es vom 2000 Meter hohen Piton Maïdo Richtung Tal geht. Es ist die Mischung aus Teamgedanke, Leistungswille und der Drang nach Sieg und Überwindung, die man hier spürt – auch als Zuschauer des gigantischen Events.

Der Trail selbst führt über unterschiedlichste Gegebenheiten. Im oberen, sehr intensiven Teil der Strecke müssen die Biker zum Beispiel über Wege aus versteinerter Lava fahren, weiter durch Wälder, deren Böden mit unzählige Kurven und Wurzeln bedeckt sind, bevor der Zielbogen direkt am Strand durchfahren wird und hier zum ersten Mal die behandschuhten Hände vom Lenker genommen werden, um den Siegesschrei loszulassen.

Auf dieser Ebene zeichnet sich die Insel La Réunion als Paradies aus. Auch für Extremsportler.
Das Sportportfolio der Trauminsel erstreckt sich übrigens über unzählige Sportarten in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden: Ein absolutes Muss, sei es für Anfänger oder Fortgeschrittene, ist Canyoning. Darüber hinaus lassen 1.500 km markierte und gesicherte Pisten sowie etwa ein Dutzend Verleihstationen das Mountainbike-Herz höher schlagen. Und auch an den Kletter-Spots geht es auf der Insel La Réunion hoch hinaus: 20 Kletterspots mit insgesamt 6.000 Höhenmetern lassen keine Wünsche offen. Vor kurzem wurde im Talkessel Cilaos mit der „Zembrocal“ gar eine der schwierigsten Mehrseillängenrouten der Welt eröffnet.



 

 

Kreolische Kultur auf „der schönsten Insel der Welt“

 

Die Community-Website wayn.com ernennt La Réunion zur schönsten Insel der Welt: Neben paradiesischen Naturlandschaften sorgt ein herzlicher Empfang in 16 kreolischen Dörfern für das bestimmte Etwas und das überzeugt die Juroren der Plattform.

Die Einzigartigkeit der Vulkanlandschaften, Talkessel und Hochebenen erkannte die UNESCO bereits 2010. Die Community-Website wayn.com ernennt La Réunion nun zur „schönsten Insel der Welt“. Mit knapp 14.000 Stimmen liegt La Réunion vor den Seychellen, Bali, Hawaii, Ibiza, den Bahamas und Sansibar. Zum Titel hat aber wohl die richtige Mischung geführt: Eine atemberaubende Landschaft aus bunter, üppiger Natur, Flora und Fauna zusammen mit den idyllischen Dörfern, die mit ihrer Romantik  begeistern.

Die Geschichte der Insel steht der Natur in nichts nach! Schließlich resultiert aus der wunderbaren Vielfalt ein ebenso spannendes religiöses und kulturelles Wesen, das die Insel La Réunion zu einem Schmelztiegel der Kulturen macht. Die kreolischen Dörfer, frz. Villages Créoles, sind Zeugen dieser beeindruckenden Geschichte und der so allgegenwärtigen kreolischen Identität. Stellt sich noch die Frage: Was ist eigentlich ein Kreole? Als Kreole bezeichnen sich Menschen unterschiedlicher kultureller und religiöser Einflüsse, die auf der Insel geboren wurden. Zu Hause spricht man Kreolisch, beim sonntäglichen Picknick wird das Nationalgericht Cari in seinen verschiedensten Varianten aufgetischt und die Gärten zieren sogenannte Guétalis (kleine verzierte Gartenhäuschen).

Daraus entstand  das Gütesiegel Villages Créoles, das insgesamt 16 kreolische Dörfer für ihre Authentizität auszeichnet. Hier stehen der Austausch mit der Bevölkerung sowie die Begegnung und Entdeckung der kreolischen Kultur während der Reise im Vordergrund. Die Reisenden essen in inseltypischen Restaurants oder den Gästetischen „Tables d’hôte“, schlafen in Unterkünften, welche die kreolische Architektur widerspiegeln, und werden mit der kreolischen Herzlichkeit und dem Sinn für Gastfreundschaft der Réunionnais empfangen.

Eines dieser Dörfer ist Entre-Deux. Zwischen zwei Flussarmen liegt es am Fuße des Berges Dimitile. Seine bunten Häuschen und farbenfrohen Gärten verleihen dem Dorf einen ganz eigenen Charakter. Mit wunderschönen Panoramastraßen und steilen Wasserfällen ist Hell-Bourg im Talkessel Salazie kein normales kreolisches Dorf, sondern eines der schönsten Dörfer in Frankreich. Auf der anderen Seite der Insel, in Maïdo Petite-France, unweit des Aussichtspunktes am Piton Maïdo, wird heute noch mit traditionellen Destillierapparaten ätherisches Öl aus Geranien gewonnen. Schatzsucher werden im wilden Herzen des Südens, im Mini-Talkessel der Hochebene La Plaine des Grègues, fündig: Das gelbe Gold der Insel, auch falscher Safran genannt, ist aus der hiesigen Gastronomie nicht wegzudenken. Nicht weit entfernt, in Saint-Philippe ersetzt eine romantische Felsküste die Lagune – Herr des kleinen Ortes ist der Vulkan, der mit seinen Launen die Natur prägt und wunderschöne Orte wie beispielweise das Cap Méchant formt. Im Bergdorf Cilaos werden auf den Plateaus entlang der Hänge die berühmten Linsen angebaut – zudem birgt der Talkessel eines der entlegensten Weinanbaugebiete der Welt.

Alles in allem ist die Insel La Réunion eine würdige Titelträgerin für „Die schönste Insel der Welt“ – mit ihren malerischen Dörfern, als paradiesisches Fleckchen Erde.

 

 

Winterzeit auf La Réunion: Feste und Feierlichkeiten

 

Winterzeit bedeutet auch die Zeit der Feste auf der französischen Insel La Réunion. Während bei uns im Herbst die Blätter welken, blühen auf La Réunion die Flammenbäume und es gibt frische Litschis und Mangos. Das verleiht den vielfältigen, teils bekannten, Feierlichkeiten einen exotischen Touch – gerade für uns eine Besonderheit, die sich mit Glühwein zum Weihnachtsfest aufwärmen müssen.

Auf La Réunion leben Menschen mit verschiedenen Hautfarben, Religionen und Kulturen friedlich und vorurteilslos Seite an Seite. Dieser „Melting Pot“ an Religionen und Kulturen hat zur Folge, dass es vor Ort sehr viele Feiertage und Festivitäten gibt: Ein Weihnachten unter Palmen oder erst im Januar, ein Neujahrsfest nach chinesischer Tradition und vieles mehr.
 
So feiert man unter anderem auch jedes Jahr am 20. Dezember das Fest der Sklavenbefreiung. Der Geschichte nach gab es im Jahre 1818 auf der Insel rund 70.000 Sklaven und lediglich 17.000 unabhängige Einwohner. Damit lebten zu dieser Zeit vier Mal mehr Leibeigene auf der Insel. Der Grund für diese Überbevölkerung an Sklaven war der hohe Bedarf an Arbeitskräften auf den Zuckerrohr- und Kaffeeplantagen. Im Dezember 1848 wurde schließlich auch auf La Réunion die Abschaffung der Sklaverei verkündet und dadurch über 60.000 Sklaven zu freien Menschen.
 
Heute wird der 20.Dezember auf La Réunion als „Tag der Sklavenbefreiung“ bezeichnet und ist auf der Insel im wahrsten Sinne des Wortes ein Feiertag. Überall hört man an diesem Tag die mitreißenden Klänge der traditionellen Sklavenrhythmen Séga und Maloya. Es sind Rhythmen, die es fast ausschließlich auf La Réunion gibt und deren Texte vom Lebensalltag der Sklaven handeln. Heute ist diese Musik vor allem bei der Inseljugend wegen der ausdruckstarken Texte bekannt und beliebt.
 
Auch während der Weihnachtsfestivitäten kann man überall den Klängen der Séga- und Maloyamusik lauschen. Weihnachten auf La Réunion ist etwas ganz Besonderes. Es beinhaltet den klassischen Teil des Weihnachtsfestes, den wir auch aus Mitteleuropa kennen: Weihnachtsschmuck, Weihnachtsbaum, Geschenke etc. Dennoch haben die Reunionesen aus dem sinnlich, christlichen Fest ein buntes Volksfest gemacht. 
 
Am Abend des 24. wird kreolisch gekocht, die ganze Familie trifft sich zum Essen und später tanzen alle zur heimischen Musik. Viele versammeln sich nach der Kirche und dem Essen auf der Straße und feiern dort bis tief in die Nacht. Dabei werden Feuerwerkskörper gezündet, wie wir es in Deutschland eigentlich nur von Silvester kennen.
 
Bei diesen heißen Rhythmen und ca. 30° Temperatur an Land, kommt nicht nur der Weihnachtsmann in seinem roten Wintermantel ganz schön ins Schwitzen. Schnee ist da wohl etwas, das man auf der Insel keinesfalls erwarten kann. Schneeflocken und Eiszapfen sind  deswegen auch kein typisches Motiv der Weihnachtszeit.
 
Das Weihnachtsessen besteht meistens aus dem Nationalgericht Cari, einem Ragout aus Fleisch oder Fisch, serviert mit Reis, der scharfen Sauce Rougail und Hülsenfrüchten. Zum Apéritif gibt es Rum sowie die traditionellen Häppchen namens Bonbons piments (kleines deftiges Gepäck) Bouchons (Schweinefleisch in Reisemehlteig gegart in Wasserdampf) und Samoussas (gefüllte, dreieckige Teigtaschen). Als Dessert wartet der famose „Bûche de Noel“, ein Kuchen, sowie verschiedene Sorten exotischer Früchte und alles, was sich um die Bourbon-Vanille sowie den Rohrzucker dreht.
 
Ein Weihnachten zum Genießen.