Lieber Inselfreund,


auch wenn das Naturschauspiel des frisch ausgebrochenen Vulkans Piton de la Fournaise jeden in den Bann zieht, so bleibt auch auf der restlichen Insel weiterhin viel zu entdecken. Zum Beispiel die vielen privaten Übernachtungsmöglichkeiten, die neben den kleinen Hotels und luxuriösen Resorts bei den Gästen großen Anklang finden. Denn dort gewinnen Sie als Urlauber einen Einblick in das authentische Leben der Insel-Bevölkerung. Die Herzlichkeit, aber auch die Spiritualität und kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in den Festen und Festivals wider, die das ganze Jahr über auf der Insel gefeiert werden. Und schließlich gibt Buchautorin und La Réunion-Kennerin Birgit Weidt hier im Interview ihre Geheimnisse über die kreolische Kulinarik preis.

Ihr Abenteuer wartet – bis bald im Paradies

Ihre Insel La Réunion
 

 

 

Highlights

   



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Feurige Grüße aus dem Paradies: Vulkanausbruch auf La Réunion

   

Es ist wieder passiert: Der Piton de la Fournaise, einer der aktivsten Vulkane der Welt, ist erneut ausgebrochen. Seit Sonntag, den 17. Mai 2015 spuckt der 2.632 Meter hohe Vulkan in einem spektakulären Naturschauspiel glühende Lava. Um 13:45 Uhr Ortszeit trat die heiße Masse auf der Süd-Süd-Ost Seite des Hauptkraters aus. Zwei Lavaströme fließen seitdem durch unbewohntes Gebiet.

Trotz seiner Aktivität ist der Piton de la Fournaise ungefährlich: Er steht unter ständiger Beobachtung des vulkanologischen Observatoriums der Insel La Réunion. Außerdem handelt es sich um einen effusiven Vulkan hawaiianischer Art, was bedeutet, dass er sich bei einer Eruption ruhig und langsam entleert und somit auch keine Aschewolken entstehen. Beim Aufeinandertreffen von Lava und Ozean vergrößert sich die Insel Stück für Stück.

Das Naturschauspiel ist für Einheimische und Besucher ein absolutes Highlight! Vom Gipfel des Piton Bert aus können Besucher der Insel die Lavaströme beobachten und bei diesem einzigartigen Naturerlebnis live dabei sein – die Gelegenheit für ganz besondere Urlaubsfotos.

Der Piton de la Fournaise gehört zu den aktivsten Vulkanen der Welt. Die letzte Eruption ereignete sich gerade erst am 4. Februar 2015 diesen Jahres.
 

 

 

Homestay auf La Réunion: Schlafen und Speisen wie die Einheimischen

   

La Réunion ist kein Massenreiseziel. Besucher der Paradiesinsel werden von den Einheimischen sehr herzlich empfangen, denn die Réunionnais teilen gerne ihre schöne Insel und ihren Alltag mit den willkommenen Gästen. So erhalten Interessierte einen authentischen Einblick in die Kultur und Traditionen der Inselbevölkerung. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Einwohner zählen zu den wichtigsten Gründen, sich für La Réunion als nächstes Reiseziel zu entscheiden. Das spiegelt sich auch in der großen Vielfalt an Übernachtungsmöglichkeiten wider: Neben kleinen Zwei- bis Drei-Sterne Hotels und luxuriösen Resorts, bevorzugen zahlreiche Urlauber einen Aufenthalt in den privaten Gästezimmern der Einheimischen.

Die Auswahl an Gästezimmern auf La Réunion (frz. „Chambre d’hôtes“) ist groß, egal welchen Teil der Insel man gerade erkundet: in den wichtigsten Städten, in den Badeorten im Westen, aber auch in den hübschen kreolischen Dörfern im Inselinnern. Die Einrichtung der Zimmer und die Architektur der Unterkünfte überzeugt mit ihrer Authentizität und dem typisch kreolischen Charakter. Insidertipps für Sightseeing und Ausflüge gibt es gratis dazu und am Abend wird auch gerne das Abendessen mit den Gästen geteilt. Auf den sogenannten Gästetisch (frz. „Table d’hôtes“) kommt nur traditionelle reunionesische Küche – lokale Produkte, meist aus dem eigenen oder aus Nachbars Garten. „A la carte“ oder Buffet sind hier Fremdwörter – wie zu Hause kommt der Topf mit dem Nationalgericht Cari, einem Ragout aus Fleisch oder Fisch sowie die Schalen mit Reis und den Hülsenfrüchten direkt auf den Tisch. Eine ideale Gelegenheit sich durch die verschiedenen kreolischen Spezialitäten zu probieren, die noch dazu, wie der Franzose sagt „fait à la maison“ (dt. hausgemacht) sind. Einige Pensionen und Familienunterkünfte bieten ihren Gästen die gemeinsame Zubereitung eines kreolischen Mahls an. Da gibt es zum Abendessen noch einen kleinen Kochkurs dazu! Ein besonderes Erlebnis für Besucher der Insel La Réunion.

Doch wie findet man ein Gästezimmer auf La Réunion? Verschiedene Gütesiegel geben Sicherheit bei der Wahl privater Unterkünfte. Sie werden in regelmäßigen Abständen auf Einhaltung bestimmter Kriterien überprüft und unterliegen einer Qualitäts-Charta.

Gîtes de France: Ist Europas größtes Netz für Unterkünfte bei Gastfamilien und auch auf La Réunion vertreten. Es verspricht den Urlaubern einen herzlichen Empfang, Authentizität und eine Abwechslung zum Alltag. Der jeweilige Standard der einzelnen Unterkünfte wird mit „Ähren“ definiert. Fünf Ähren stehen dabei für den höchstmöglichen Standard. Jede Einrichtung zählt maximal fünf Zimmer.

Accueil Paysan: Ist ein Zusammenschluss von Landwirten, die sich der Idee eines nachhaltigen Tourismus verschrieben haben. Landwirte mit dem „Accueil Paysan“-Gütesiegel geben Urlaubern einen Einblick in ihre Arbeit, ihre Lebensweise sowie ihr natürliches und kulturelles Umfeld.

Bienvenue à la ferme: Wie der Name („Willkommen auf dem Bauernhof“) verspricht, sind dies Unterkünfte auf dem Bauernhof.

Fleurs de Soleil: Mit diesem Zeichen sind Privatquartiere direkt bei den Einwohnern gekennzeichnet. Bei Fleurs de Soleil ist die Anzahl der Zimmer auf fünf begrenzt.

Clévacances: Die Gästezimmer und Ferienwohnungen werden mit „Schlüsseln“ (frz. Clés) anstatt „Sternen“ unterschieden.

Im Unterkunftsverzeichnis 2015 des Fremdenverkehrsamtes der Insel La Réunion finden Sie eine Übersicht zu den verschiedenen Gütesiegeln und klassifizierten Unterkünften.
 

 

 

Bunt und fröhlich, spirituell und sportlich: Die Insel und ihre Feste und Festivals

   

Die Lebenslust und Vielschichtigkeit eines Volkes spiegelt sich in den Feiertagen, Festen und Festivals wider. Sie können einen religiösen oder kulturellen Ursprung haben oder durch Spaß und Freude entstanden sein wie verschiedene Musikfestivals. Auch der Sport spielt dabei eine große Rolle. Welchen hohen Stellenwert Feste und Festivals bei den Bewohner der Insel La Réunion haben, zeigt deren große Anzahl, denn auch 2015 ist das kulturelle und sportliche Leben der Insel von zahlreichen Veranstaltungen geprägt.
Auch im 21. Jahrhundert offenbaren die Feste und Veranstaltungen auf La Réunion den ursprünglichen Charakter der Vulkaninsel im Indischen Ozean. Der multikulturelle Einfluss und das harmonische Zusammenleben verschiedenster Kulturen und Religionen auf kleinstem Raum garantieren spektakuläre und farbenfrohe Erlebnisse, bei denen der Zuschauer für einen Moment tief in andere Kulturkreise eintauchen kann. Kein Wunder, dass die religiösen Festlichkeiten der Insel als spirituelle Höhepunkte des Jahres gelten und Sportveranstaltungen mit internationalem Ruf wie dem Ultra-Cross-Lauf Grand Raid im Oktober oder dem Mountainbike-Abfahrtsrennen Mégavalanche im November viele Teilnehmer und Besucher auf die Insel locken.

Karneval Grand Boucan, Saint-Gilles, 14. Juni
Rund 20.000 Zuschauer säumen die Straßen von Saint-Gilles-les-Bains, wenn die zahlreichen bunt geschmückten Wagen durch die Hauptstraßen ziehen. Abends folgt der Höhepunkt des Karnevals: die Verbrennung des Königs Dodo am Strand von Roches Noires.

Feuerlauf in Saint-Gilles-les-Hauts Villèle, 14. Juli
Die tamilischen Büßer huldigen ihrer Göttin Pandialé, indem sie 18 Tage fasten und beten. Sie wollen dadurch ihren Körper und Geist reinigen. Als Beweis ihrer Hingabe durchqueren sie im Anschluss barfüßig eine mit glühender Kohle gefüllte Grube. Zu den Feierlichkeiten rund um die Feuerläufe sind Besucher herzlich eingeladen.

Cavadee-Fest, Saint-Denis, 25. August
Das hinduistische Cavadee-Fest lässt den Osten der Insel in rosarotem Glanz zu Ehren der Gottheit Muruga erscheinen. Rosa, weil die Gläubigen die lange Prozession in rosa Gewändern gehen, die sie nach 10-tägiger Enthaltsamkeit angelegt haben. Es ist das wichtigste Fest der tamilischen Glaubensgemeinschaft.

Festival Kaloo Bang, Saint-Denis, Ende September
Liebhaber eklektischer Musik kommen auf diesem Festival ganz auf ihre Kosten. Auf dem zweitägigen Get Together im „Parc des Expositions“ sowie an der Uferpromenade von Saint-Denis präsentieren zahlreiche Künstler ihre unterschiedlichen Musikstile: von Séga über Elektro- und World Music zu Reggea.

Grand Raid Berglauf, 22.–25. Oktober
Dieser Lauf, auch „Diagonale der Verrückten“ genannt, durchquert die gesamte Insel von Süd nach Nord. Die 173 Kilometer mit den knapp 10.000 positiven Höhenmetern werden in drei Tagen gemeistert.

Linsen-Fest, Cilaos, Oktober
In den 1850er Jahren auf die Insel eingeführt, werden die Linsen hauptsächlich im Dörfchen Ilet à Cordes im Talkessel Cilaos angebaut. Da sie von Hand verlesen werden, sind sie bei Feinschmeckern äußerst beliebt und sehr teuer.

Lichterfest Dipavali, Saint-André, 6.–15. November
In diesen neun Tagen wird es in Saint-André nie dunkel. Denn jeden Abend wird die Stadt in ein Meer von Lichtern und Kerzen getaucht. Im hinduistischen Glauben leiten die Lichter die Geister der Toten in das Land der Seligkeit. Ein wunderbares Spektakel.

Safran- und Kurkuma-Fest, Saint-Joseph, November
Das „Gold von Plaine des Grègues“ werden Safran und Kurkuma auch genannt, die in dem Städtchen mitten in den Bergen von La Réunion durch das günstige Klima angebaut werden können. Beim gleichnamigen Fest in Saint-Joseph kann das auch medizinisch wertvolle Gewürz direkt von den Anbauern der Region erworben werden.

Mégavalanche, Saint-Paul. 29. November 2015
Jedes Jahr trifft sich auf La Réunion die Weltelite der Mountainbiker zum Saison-Abschlussrennen der Mégavalanche-Serie. Bei dem spektakulären Downhill-Rennen überwinden die Teilnehmer auf einer Strecke von 15 bis 25 Kilometern einen Höhenunterschied von bis zu 3000 Metern. Die Klimazonen und der Untergrund stellen die Profis vor große Herausforderungen.

Internationales Paragliding-Opening, Saint-Leu, Dezember
Wenn sich die Paraglider aus der ganzen Welt hier versammeln, besprenkeln sie den Himmel mit tausend bunten Farben. Bei diesem beliebten Fest finden auch Musik und kreolische Kulinarik ihren Platz.

Golf-Opening, Saint-Gilles-les-Hauts, Dezember
Zum Saisonbeginn trifft sich auf den drei Golfplätzen der Insel die internationale Elite der Golfer. Ein herzliches Kräftemessen zwischen Champions und Amateuren.

Fest zur Abschaffung der Sklaverei, 20. Dezember
Als die Sklaverei 1848 auf La Réunion abgeschafft wurde, verließen 60.000 Einwohner die Plantagen als freie Bürger. Nun begann eine große Einwanderungswelle aus Indien, China und Madagaskar, die heute die große ethnische Vielfalt der Inselbevölkerung prägt. Dieses Fest ist nach Weihnachten das größte Fest der Insel und zieht mit seinen Maloya-Rhythmen die ganze Bevölkerung in ihren Bann.
 

 

 

Ob Bonbon Piment, Cari Poulet oder Wespenlarvenragout – alles lecker!

   

Die Journalistin und Autorin Birgit Weidt lebt und arbeitet in Berlin – seit 2003 zieht es sie immer wieder nach La Réunion. 2006 begleitete sie ein Fernsehteam von ARTE für eine Dokumentation zur Vanilleernte. Verzaubert von dem Duft der Vanille und der Schönheit der Insel schrieb sie 2013 ihr erstes Buch – „Die Insel des ewigen Frühlings – Wie ich auf La Réunion meine zweite Heimat fand“. Auf 286 Seiten beschreibt sie, was genau La Réunion zu einer Trauminsel macht. Ihr Herz hat sie schon seit langer Zeit an die kreolische Küche verloren. Da sie selbst leidenschaftlich gerne kocht, war das nächste Projekt schnell klar: ein kreolisches Kochbuch mit Rezepten aus La Réunion, Guadeloupe und Martinique.

In einem exklusiven Interview verrät uns Birgit Weidt, was sie an der reunionesischen Küche liebt, gibt Insidertipps für einen Urlaub auf der Insel und sagt uns, welches ihr ganz persönliches Lieblingsrezept ist.

Was genau zieht dich immer wieder auf die Insel?
Natürlich ist es die spektakuläre Landschaft, sind es die faszinierenden Berge, die tropischen Regenwälder, die beeindruckende Gegend um den Vulkan. Doch was mich wirklich anzieht, das sind in erster Linie die Menschen. Wenn ich nur ein Wort hätte, um das Leben auf La Réunion zu beschreiben, ich würde das Wort ensemble wählen. Ich erlebe ein Miteinander, das ich so selbstverständlich selten beobachtet habe, und das ich mir für viele Länder wünsche: nämlich eine Toleranz, die mehr ist als das. Dieses ensemble ist kein passives Akzeptieren, sondern eine nicht nachlassende Neugier, wie die anderen um einen herum leben, was sie denken, was sie tun, wo man sich unterstützen kann.

Wie ist die Idee, ein Kochbuch zu schreiben, entstanden?
Die Idee kam mir an einem Abend, als ich bei Sonnenuntergang durch den kleinen Ort Manapany-les-Bains lief. Durch die geöffneten Fenster der Häuser hörte ich das Klack-Klack, wenn mit dem Stößel im Mörser die Gewürze für das Cari zerstampft werden. Das hat für mich immer etwas Anheimelndes, zu wissen, jetzt wird in der Küche gekocht und es wird gemeinsam gegessen. Ich überlegte mir ein Rezept für den Abend und merkte dabei, wie gut ich über die Jahre kochen gelernt habe. Also fragte ich beim Verlag Jacoby & Stuart nach, die bekannt sind für ihre außergewöhnliche Kochbuchreihe – und die Verlagsleitung war sofort begeistert von der Idee.

Was ist Dein persönliches Highlight auf La Réunion?
Mit dem Gleitschirm fliegen! Von den Anhöhen hinter Les Colimaçons hinunter nach Saint-Leu. Das erste Mal war ich ziemlich aufgeregt. Als ich dran war, zwinkerte mir eine alte Dame zu, sie war wohl um die 70, und setzte zu ihrem zwanzigsten Flug an: Keine Angst. Ich sag immer, wer laufen kann, kann auch fliegen! Und dann rannte ich mit meinem Tandemlehrer los. Ein Traum!

Hast Du einen Insidertipp für La Réunion-Urlauber?
Meine Lieblingswanderung geht vom wunderschönen Ort Entre-Deux zum Berg Dimitile. Von dort hat man eine unglaublich tolle Sicht auf Cilaos. Und was ich empfehlen kann: beim sonntäglichen Picknick am Strand von Grand Anse dabei zu sein. Außerdem Maloya tanzen, im „Le Chapiteau“ bei Saint-Pierre, der ältesten Disco von La Réunion; Macatias au Chocolat im „Chez Loulou“ in Saint-Gilles-les-Bains kaufen oder im „La Boubine“ am Strand von L'Ermitage mit einem Vanillecocktail den Sonnenuntergang genießen…

Wie hast Du die Einheimischen erlebt?
Sehr freundlich. Und sehr gastfreundlich. In der Saline Pointe au Sel war ich so fasziniert von der Art, wie die Salzblume gewonnen wird und ich dem Guide wohl Löcher in den Bauch fragte, dass er mich für den nächsten Tag zu seiner Familie einlud, mitten in den Bergen nach La Chaloupe. Ein anderes Mal durfte ich bei einer Hochzeit mitfeiern. Die Einheimischen haben mich gelehrt, wieder spontaner zu sein. Man ruft abends an und verabredet sich. Zu Hause muss ich erstmal den Kalender durchforsten.

Was fasziniert Dich an der Insel-Küche?
Die Vielfalt. Die indischen, afrikanischen, asiatischen und europäischen Einflüsse. Vor allem mag ich die verschiedenen Gewürze, besonders den würzigen Geschmack von Massalé und Kurkuma. Und ich muss es zugeben, ich trinke gerne rhum arrangé, besonders mit Ananas. Die Rezepte habe ich auch in mein Kochbuch aufgenommen.

Was ist Dein absolutes Lieblingsgericht auf La Réunion?
Cari Poulet. Es ist ein ganz einfaches Gericht, mit Hühnchenstücken und frischen Tomaten angebraten, doch durch die Gewürze wie Massalé, Kurkuma und Ingwer hat dieses Cari eine besondere, pikante Geschmacksrichtung, die ich sehr mag.

Wo isst Du auf La Réunion am liebsten?
Im La Marmite in L'Ermitage, dort zahlt man eine Pauschale und kann sich durch alle Töpfe durchprobieren. Das Besondere, es ist eine kulinarische Reise durch die réunionesische Küche, von den Vorspeisen wie Bonbons Piment, Samoussas, über die Hauptgerichte von Fisch und Fleisch bis hin zu den Desserts wie Süßkartoffelkuchen und exotischer Fruchtsalat.

Was ist das seltsamste, das Du auf La Réunion je gegessen hast?
Cari guêpes, das ist ein Ragout mit Wespenlarven. Klingt erschreckend, schmeckt aber gut. Dazu die Geschichte: Ich wurde von einer Wespe gestochen und fragte einen Nachbarn nach einer Zwiebel, um den Stich zu kühlen. Daraufhin wollte dieser unbedingt wissen, wo ich gestochen wurde, fand das Wespennest, räucherte es aus und sammelte die Larven ein. Er war absolut erfreut über seinen Fund, so dass er mich als Dankeschön abends zum Cari guêpes einlud.

Auf La Réunion gibt es ja zu fast jedem Essen Fleisch. Hast Du einen Tipp für Vegetarier?
Vorspeise: Bonbons piment, das sind würzige, frittierte Bällchen aus weißen Bohnen oder Kichererbsen, eine Spezialität, die es nur auf La Réunion gibt. Hauptspeise: Oeuf Massalé, Eier in einer Sauce mit dem Massalé, ein Genuss.

Was kannst Du interessierten Urlaubern mit auf den Weg geben?
Einfach neugierig sein, sich treiben lassen, ruhig auch mal vom Weg abkommen, da erlebt man oft auch überraschend Schönes. Die Insel hat mich genießen gelehrt. Genuss braucht Zeit, Genuss geht nicht nebenbei. Also, probieren und herausfinden, was die Sinne in Hochstimmung bringt, und natürlich, was einem am besten schmeckt!