Lieber Inselfreund,


Wenn sich „Verrückte“ auf La Réunion zum Laufen treffen, dann ist damit der Grand Raid – die „Diagonale der Verrückten“ – gemeint, einer der international anspruchsvollsten Outdoor-Sportwettkämpfe. Einblick in diesen „Wahnsinns“-Sport gewährt uns Paul Hofmann, einer von drei Deutschen Teilnehmer in diesem Jahr. Er verrät uns unter anderem, dass er in der Vorbereitung täglich zwischen 15 und 30 Kilometer läuft oder über 40 Kilometer Rad fährt. Wer es nicht so extrem mag ist auf La Réunion trotzdem richtig: Kulturell farbenfroh verzaubert das hinduistische Dipavali Lichterfest. In einer bunten Parade tanzen Hindus trommelnd und singend durch die beleuchteten Straßen. In diesen neun Tagen im Oktober wird es in Saint Andre niemals dunkel. Ganz anders im nächsten Jahr: Im September 2016 schiebt sich der Mond vor die Sonne und die Welt steht still. Die ringförmige Sonnenfinsternis ist besonders gut auf La Réunion zu sehen – ein echtes Highlight.

Ihr Abenteuer wartet – bis bald im Paradies

Ihre Insel La Réunion
 

 

 

Highlights

   



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Sportliches Paradies – Verrückte willkommen!

   

La Réunion ist ein Paradies in vielerlei Hinsicht: Das Klima auf der tropischen Insel im Indischen Ozean lässt Blumen und Pflanzen unterschiedlichster Arten üppig wachsen und gedeihen. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über herrlich angenehm. Verschiedenste Religionen und Kulturen leben harmonisch miteinander und befruchten sich gegenseitig. Darüber hinaus sind die Bedingungen und Herausforderungen für Sportler, die es lieber ein bisschen extremer mögen, phantastisch.

Da ist zum einen der Grand Raid (22. bis 25. Oktober 2015), ein Sportereignis, das jedes Jahr die verrücktesten Ultra-Crossläufer aus der ganzen Welt auf der Insel La Réunion versammelt. Die Sportler, die daran teilnehmen – 1.400 einheimische und 1.300 Läufer aus dem Ausland – müssen beste körperliche Kondition, Ausdauersporterfahrung und ein ärztliches Attest vorweisen, um überhaupt starten zu dürfen. Mit einem von den insgesamt drei deutschen Sportlern, die den Zuschlag zum „Lauf der Verrückten“ erhalten haben, sprechen wir im Interview mit Paul Hofmann. 

Streckenmäßig verläuft die Route einmal über die ganze Insel. Die Läufer starten in diesem Jahr von der Ravine Blanche in Saint-Pierre an der Südküste, laufen quer über die Insel, über den Piton Textor (2.224 m), die Caverne „Dufour“ (2.484 m), Cilaos, den „Taibit“-Pass (2.080 m), bevor sie nach ca. 164 Kilometer das „Stade de la Redoute“ in der Hauptstadt Saint-Denis, im Norden der Insel, erreichen. Der Lauf spielt sich in nur einer einzigen Etappe ab; die maximal erlaubte Zeit dafür sind 63 Stunden. Im vergangenen Jahr schaffte es der Franzose François D´Haene die gesamte Strecke in ca. 24 Stunden und 25 Minuten zurückzulegen und gewann somit den Grand Raid. Am Ende erhält jeder Teilnehmer, der es bis ins Ziel, der Hauptstadt, geschafft hat, eine ganz persönliche Urkunde mit den Angaben über seine erbrachten Leistungen sowie einem „J´ai survécu“-T-Shirt: „Ich habe überlebt“.

Das Mountainbike-Event VTT Mégavalanche ist in Frankreich das größte alpine Abfahrtsrennen der Mountainbike-Szene, an dem jährlich über 1000 passionierte Fahrradsportler teilnehmen. Der Parcours beginnt oben auf der sogenannten Königsetappe der Tour de France, auf der Alpe d’huez. Für die Mégavalanche-Fahrer geht es von hier aus nur bergab auf Geröll, Schneefeldern und zwischen Felsen hindurch. Nichts für schwache Nerven. Garantiert ohne Schnee ist dagegen die Mégavalanche auf La Réunion, die dieses Jahr am 28./29. November in Saint-Paul ausgerichtet wird. Allerdings sind die Bedingungen, die die Sportler hier vorfinden, ganz anderer Natur: Auf der Insel gibt es keine Lifte. Das heißt, wer zum Training einen Trail fahren möchte, muss selbst schauen, wie er auf den Berg kommt – und das ist zu Fuß. Deshalb trainieren die Sportler auch nur einmal pro Tag. Außerdem sammelt sich der Regen mit großer Regelmäßigkeit morgens um 9 Uhr in den Bergen. Ein trockenes Training absolviert also nur, wer schon sehr früh unterwegs ist. Bei Sonnenaufgang um 3.30 Uhr ist das fast kein Problem. Früh unterwegs zu sein, ist auch deshalb von Vorteil, weil es im Gegenzug bereits um 17 Uhr dunkel wird.

Um beim Hauptrennen mit dabei sein zu dürfen, fahren die Mountainbiker am Samstag eine Qualifikation von der halben Höhe der Finalstrecke, in der man sich eine gute Platzierung erkämpfen muss. Am Sonntag geht das Finalrennen dann vom Gipfel des 2000 Meter hohen “Maido” los – in gewohnter Mégavalanche-Massenstart-Manier: Je 100 Läufer starten gleichzeitig und stürzen sich den steilen Trail nach unten.

Der Trail ist im oberen Teil recht tretintensiv und führt über zahlreiche Felder versteinerter Lava. Darauf folgend führt die Strecke in den Wald, wo der Trail zwar „ultraflowig“ ist, der Staub den Rennfahrern aber zu schaffen macht. Es folgt ein Stück, den Teilnehmer als den besten Trail, den sie je gefahren sind, bezeichnen – tausend Kurven, kleine Sprünge und massige Wurzeln wollen geschickt umfahren und heil überstanden werden.

Ausgespuckt werden die zerzausten Fahrer dann von diesem Trail auf einer kleinen Straße, auf der sie noch einige Meter hoch pedalieren müssen, bis es auf wilden Schotterwegen hinab bis zum Qualifikationsstart geht. Nachdem man diese Strecke hinter sich gebracht hat, führt die Rennstrecke geradewegs zum Strand, wo die Biker mit letzten Kräften den Zielbogen durchfahren. Manche stürzen sich nach dieser anstrengenden Fahrt erst einmal in die erfrischenden Meeresfluten.
 

 

 

Mit Paul Hofmann im Gespräch – Ultra-Crossläufer des Grand Raids 2015

   

Einmal im Jahr, vom 22. bis 25. Oktober 2015, versammeln sich die verrücktesten Ultra-Crossläufer aus der ganzen Welt auf der Insel La Réunion, um sich beim Grand Raid zu beweisen. Dieser Berglauf kann in seiner Anforderung mit keinem anderen Marathon auf der Welt verglichen werden. Mit 9.917 Metern Höhenunterschied (d.h. fast 32 Mal die Höhe des Eiffel-Turms) sowie fünf zu durchquerenden Gebirgskämmen in teilweise über 2.000 Metern Höhe gilt die „Diagonale der Verrückten“ als eine unglaubliche körperliche und geistige Herausforderung, bei der selbst Spitzensportler an ihre Grenzen geraten.

Einer dieser Spitzensportler, und einer von drei Deutschen, die am Lauf der Verrückten mit dabei sind, ist Paul Hofmann. Er hat sich für den Lauf Mascareignes registriert, der insgesamt 67 Kilometer umfasst. Die weiteren Läufe des Grand Raids sind der „Diagonale des fous“ mit 172,6 Kilometern und der „Trail de Bourbon“ mit 92 Kilometern Länge.

Seine Antworten auf unsere Fragen nach Motivation und Vorbereitung verdeutlichen die enorme sportliche Herausforderung. Der 28-jährige Maschinenbau-Ingenieur aus Illertissen im bayerisch-schwäbischen Alpenvorland, mittlerweile wohnhaft in Stuttgart, bezeichnet sich selbst als frankophon, unternehmenslustig und reisefreudig.

Was bewegte Sie dazu am Mascareignes teilzunehmen?
Ein Klassenkamerad und Freund aus meiner Studienzeit in Nantes, lebt mit seiner Freundin auf La Réunion. Die beiden haben mich letztes Jahr bei einem Besuch zu sich nach La Réunion eingeladen und weil sie wissen, dass ich viel Ausdauersport mache, den Termin um den Lauf vorgeschlagen. Die beiden werden selber auch mitmachen.

Und wie haben Sie sich hierfür angemeldet?
Die Anmeldung für mich war etwas aufwendiger, weil ich kein Insulaner bin. Aber ich wurde vorgewarnt. Man meldet sich über das Internet an. Die Anmeldeseite wurde an einem bestimmten Tag Anfang des Jahres um eine bestimmte Uhrzeit freigeschaltet und um diese Zeit muss man sich auch anmelden. Da der „Run“ groß ist, muss man ein bisschen Zeit einkalkulieren.
Ich hatte die Seite schon vorher geladen, damit ich dann auch gleich weiter klicken konnte. Die Bezahlung war kein Problem, da Kreditkarten akzeptiert wurden. Was man noch benötigt, um dann eine Startnummer zu bekommen, ist ein medizinisches Attest, indem bescheinigt wird, dass man auch in großen Höhen sportlich belastbar ist. Das muss man dem Veranstalter vorab zuschicken. Aber das scheint in Frankreich bei vielen Sportveranstaltungen (z.B. auch bei 10 km-Läufen) üblich zu sein.

Wie haben Sie mit dem Extremsport angefangen? Haben Sie auch schon andere, vergleichbare Läufe absolviert? Ich mache eigentlich schon immer viel Ausdauersport und bin viel in den Bergen. Also ist der Mascareignes eigentlich eine gute Gelegenheit, beides in einer anscheinend atemberaubenden Umgebung zu kombinieren. Vergleichbare Läufe habe ich noch nie absolviert. Ich laufe aber regelmäßig zwischen 15 und 30 Kilometer, hauptsächlich Halbmarathon, und bin schon mehrere Fernwanderwege gelaufen (z.B. Alpenüberquerung, GR20 auf Korsika).

Wie trainieren Sie für den Mascareignes?
Natürlich habe ich dieses Jahr besonders viel trainiert. Zwei bis dreimal pro Woche laufe ich 15 bis 20 Kilometer. Fahre an den Nicht-Lauf-Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit (über 40 Kilometer pro Tag). Aber natürlich hat man als Berufstätiger dazu auch nicht jede Woche Zeit. Leider habe ich mir vor zwei Wochen beim Mountainbiken die Hand gebrochen und ich musste operiert werden. Das hat natürlich meinen Trainingsplan ein bisschen durcheinander geworfen. Allerdings habe ich auch keine Ambitionen auf eine bestimmte Zeit. Wir wollen den Lauf gemeinsam laufen und vor allem schaffen.

Verbringen Sie im Anschluss noch Urlaub auf La Réunion?
Ja, vorher und nachher. Ich werde sechs Tage vorher anreisen und insgesamt über drei Wochen auf La Réunion bleiben. Zusätzlich bin ich noch zwei Tage auf Mauritius. Ein weiterer Klassenkamerad von damals wird nach dem Lauf anreisen.

Wissen Sie schon was Sie sich anschauen oder unternehmen wollen?
Auf jeden Fall tauchen. Der aktive Vulkan, die Wasserfälle, Mountainbiken und Canyoning interessieren mich sehr. Wandern steht auch auf dem Plan. Meine Freunde haben ein tolles Programm zusammengestellt. Sie ist Lehrerin und hat praktischerweise zu der Zeit Ferien. Und wir werden natürlich unser Wiedersehen feiern! (Vor genau 5 Jahren fing unser Studium in Frankreich an). Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass auch mein Austauschpartner vom Jugendaustausch mit Carnac und zwei weitere Freunde von damals zur Zeit auf La Réunion leben, das heißt ich habe auf der Insel auch mehrere Besuche zu erledigen.

Wieviel  Paar  Schuhe nehmen Sie mit?
Auf jeden Fall Laufschuhe und ganz bestimmt auch normale Schuhe für den Alltag, Wanderschuhe. Mal schauen, gepackt hab‘ ich ja noch nicht.
 

 

 

Neun Tage wird es nie dunkel – das Dipavali Lichterfest

   

Kunterbunte Lichter und Kerzen, traditionelle Tänze und der Duft von kulinarischen Leckereien in der Luft – so prachtvoll wird das Dipavali-Festival vom 6. bis 15. November gefeiert. Das mehrtägige Lichterfest ist eines der beliebtesten Feste im Hinduismus. In diesen neun Tagen wird es in der Gemeinde Saint-André auf La Réunion wortwörtlich nie dunkel.

Dipavali bedeutet übersetzt: „die Reihen der erleuchteten Lampen“. Straßen, Geschäfte und Privathäuser werden an diesen Tagen mit Öllampen – heutzutage zunehmend mit elektrischen Lichterketten – geschmückt, in Bäumen Lampen aufgehängt und auf den Dächern Kerzen aufgestellt. Das wesentliche Element ist das Licht. Nach einer Deutung dieses Brauchs zeigen die Lichter den Geistern der Toten den Weg in das Land der Seligkeit.

Die Geschichte besagt, dass Gott Rama einst mit seiner Frau Sita und seinem Bruder Lakshmana nach 14-jährigem Exil im Dschungel in seine Hauptstadt Ayodhya zurückkehrt ist. In dieser Nacht entzündeten die Menschen Öllampen, um ihm den Weg nach Hause zu weisen. Am Lichterfest Dipavali wird der Triumph des Lichts über die Dunkelheit, des Guten über das Böse und das Erkennen eigener innerer Stärken gefeiert.

Nach traditionellem Ritual steht die Familie vor Sonnenaufgang auf und geht gemeinsam erst spät zu Bett. Der Tag wird so bewusst in die Länge gezogen, damit sich der Tag danach wie ein Neubeginn anfühlt. In den frühen Morgenstunden nehmen die Gläubigen ein Bad in wohlriechendem Öl, danach tropft das Familienoberhaupt jedem Familienmitglied dickflüssiges Öl auf die Stirn, was als Zeichen der Reinigung und symbolisch für den Neubeginn steht. Anschließend hüllen sich die Hindus in ihre neu gekauften wunderschönen Festtagskleider und gehen gemeinsam mit der Familie in den Tempel.

Der Duft von traditionellen Gerichten, köstlichem Gebäck und frischen Getränken liegt in der Luft. Die Parkanlage von Colosse wird zum Paradies des Kulinarischen, Schulen verwandeln sich zum Mittelpunkt des Zusammenseins und Straßen werden, mit Tüchern bedeckt, kurzerhand zum indischen Open-Air-Kino. Auf großen Bühnen begeistern Tänzerinnen mit einer Mischung aus traditionellem Tanz und Bollywood-Choreographien die Zuschauer.

Der Höhepunkt des Dipavali-Festivals ist die tamilische Straßenparade und das große Feuerwerk: Die Stadtbewohner tanzen mit leuchtenden Gewändern und Blumen geschmückt, trommelnd und singend durch die Straßen von St. André. Das flimmernd farbenfrohe Spektakel zieht jedes Jahr über 20.000 Besuchern an. Saint André wird zum Mittelpunkt hinduistischer Kultur!

Eine Vielzahl lebendiger Religionen - La Réunion gilt als wahrer Schmelztiegel der Kulturen. Rund 800.000 Einwohner aus den verschiedensten Regionen der Welt leben hier in friedlichem Miteinander. Kirchen, Moscheen, hinduistische Tempel und Pagoden prägen die Stadtbilder der Insel. Diese Vielzahl der unterschiedlichsten Glaubensbekenntnisse zeigen sich auch auf dem Kalender: Auf La Réunion wird neben dem Dipavali Lichterfest auch Weihnachten und das chinesische Neujahrsfest gefeiert.

„Das Licht der Lichter, das strahlende innere Licht des Selbst leuchtet ständig in den Tiefen deines Herzens. Setze dich still hin, schließe die Augen, ziehe die Sinne zurück, richte deinen Geist auf dieses höchste Licht und erfreue dich am wirklichen Dipavali, indem du Erleuchtung der Seele erlangst. Er, der alles sieht, den aber niemand erblickt, der den Geist, die Sonne, den Mond, die Sterne und das ganze Universum erleuchtet, der aber von ihnen nicht erhellt werden kann. Er ist wahrlich Brahman, das Absolute, das innere Selbst. Feiert Dipavali, indem ihr in Brahman fest verankert seid und genießt die ewige Wonne der Seele.” Swami Sivananda, bedeutender Yoga-Meister
 

 

 

Wenn der Tag zur Nacht wird – Sonnenfinsternis auf La Réunion 2016

   

Die Welt steht still. Der Tag wird zur Nacht und die Vögel hören plötzlich auf zu zwitschern, wenn der Mond sich vor die Sonne schiebt. Es ist Sonnenfinsternis. In einem Jahr, am 1. September 2016, wird sich dieses Naturschauspiel auf La Réunion ereignen. Diese Sonnenfinsternis ist eine der südlichsten, die weltweit zu beobachten ist.

Eine Sonnenfinsternis ist im Gegensatz zu einer Mondfinsternis nicht überall auf der Erde gleichermaßen sichtbar. Grund ist, dass der Mond nicht groß genug ist, um die Sonne zu verbergen. Befindet er sich jedoch nahe genug an der Erde, verdeckt er die Sonne aus unserer Perspektive gänzlich und bewirkt eine totale Sonnenfinsternis. Ist der Mond allerdings weiter von der Erde entfernt, verdeckt er aus unserer Sicht die Sonne nur partiell, sodass Beobachter durch ihre Schutzbrillen einen sogenannten „Sonnenring“ beobachten können. In diesem Fall spricht man von einer „ringförmigen“ Sonnenfinsternis.

Während dieser ringförmigen Sonnenfinsternis am 1. September 2016 können Astronomie-Fans und Neugierige sogar zwischen 14 Uhr und 14.20 Uhr (Ortszeit) die Planeten Venus und Jupiter am verdunkelten Himmel betrachten. Ab 18.45 Uhr wird es dann erneut spannend, wenn fünf „leuchtende Planeten“ sichtbar werden. Drei zeichnen die Konstellation des Löwens in den Abendhimmel, während die zwei weiteren in der Nähe vom Stern Antares erleuchten. Magische Momente für alle Besucher auf der Insel La Réunion.

Dieses Jahrhundertereignis feiert La Réunion mit einem „Village Eclipse“. In diesem eigens dafür errichteten Beobachtungsareal, können Besucher das einzigartige Ereignis in besonderer Atmosphäre erleben. Bei wahrscheinlich uneingeschränktem Blick ins All – an der Südwestküste La Réunions liegt die Gutwetterwahrscheinlichkeit bei 90 Prozent – kann das Publikum dieses unvergessliche Naturereignis unter besten Bedingungen beobachten. Eine Großleinwand, eine Bar und ein für Profi- und Amateurfotografen reservierter Bereich runden das Programm ab.

Wer das Schauspiel aus der Sternenwarte „Observatoire des Makes“ in Saint-Louis in 1.000 Meter über dem Meeresspiegel miterleben möchte, kann sich per E-Mail an das „Observatoire des Makes“ (accueilobs.astronomique@orange.fr) seinen Platz sichern. Zu den Besucherattraktionen zählen der Raum des Jai Sing-II, einem berühmten indischen Maharadscha und Astronom aus dem 18. Jahrhundert, und sein Instrumentarium sowie der vom Belgier Dany Cardoen angefertigte Spiegel und eine Sonnenuhr.
Die Sonne lässt sich auch von hier aus beobachten und der Besucher kann die Tour mit einer Planetariums-Vorstellung unter einer 3,6 Meter hohen Kuppel abschließen.

Achtung: Der ungeschützte Blick zur Sonne während der Sonnenfinsternis kann das Auge schädigen! Wer das Naturschauspiel mit mangelhaftem Schutz verfolgt, riskiert nach Angaben des Bundesamts für Strahlenschutz, seine Sehkraft. Dringt das Licht der Sonne ungehindert ins Auge, trifft es mit hoher Energie auf die Netzhaut. Schon ein kurzer Blick in die Sonne kann die Netzhaut des Auges so stark schädigen, dass die Sehkraft nachlässt oder ganz verloren geht. Also einfach die dafür erhältlichen Sonnenschutzbrillen aufsetzen und das Naturschauspiel genießen!

http://www.insel-la-reunion.com/etablissement/besichtigungen/kulturerbe/les-makes/observatoire-astronomique-des-makes.html